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Sportrechtsexperten schärfen auf dem 7. Sportrechtskongress Bewusstsein für sich rasant verändernde Medienlandschaft

Sportrechtsexperten schärfen auf dem 7. Sportrechtskongress Bewusstsein für sich rasant verändernde Medienlandschaft

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch untermauert Innovationsbedarf: „Amateurfußball muss sichtbar gemacht werden“

Beim 7. Sportrechtskongress des Ismaninger Instituts für Fußballmanagement und der Hochschule für angewandtes Management, der am Dienstag unter dem Motto „Rechtehandel & -verwertung im professionellen Sport“ im Münchner Bankhaus Donner & Reuschel stattfand, wiesen 70 Sportrechtsexperten auf Risiken und Chancen in einer sich rasant verändernden Medienlandschaft hin. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch nahm auch den Amateurfußball in die Pflicht und sprach sich für stärkere Videonutzung und -verwertung aus.

Als Key Note Speaker ging der DFB-Vizepräsident sowie Präsident des Bayerischen Fußall-Verbandes auf die Thematik Videorechte im Amateurfußball sowie die Kooperation des BFV mit sporttotal.tv ein. Dr. Rainer Koch: „Der Fußball von heute wird durch professionellen Spitzenfußball und Eventisierung von Sport-Großereignissen geprägt. Wenn unsere Amateurvereine in dieser Umgebung bestehen wollen, muss Amateurfußball sichtbar gemacht werden. Ich bin überzeugt, dass die sporttotal.tv-Technik auch ein echter Mehrwert für die Fans ist, die zum Spiel an den Platz kommen. Die werden nicht zu Hause bleiben, nur weil sie sich das Spiel im Internet ansehen können. Sie kommen zum Platz und haben sogar die Chance, sich während des Spiels live vor Ort ein Tor oder eine strittige Szene nochmal anzuschauen und besondere Highlights über die sozialen Netzwerke zu teilen.“

Mit einer neuen 180-Grad-Kameratechnologie lassen sich Spiele vollautomatisch live im Internet übertragen. Die Zuschauer können dabei selbst Regie führen und sich über die Zoom-Funktion frei auf dem Platz bewegen. Alternativ lässt sich das Spielgeschehen in der Standard-HD-Ansicht betrachten. Hier folgt die Kamera dank einer speziell entwickelten Software selbstständig dem Ball.

Innovationsbedarf erkannte auch Prof. Dr. Tobias Haupt, stellvertretene Direktor des Instituts für Fußballmanagement, beim Blick auf Sportübertragungen im digitalen Zeitalter: „Der Markt der Übertragungsrechte im Sport unterliegt gerade fundamentaler Veränderungen mit noch nie dagewesener Geschwindigkeit. Für die bisherigen Big Player und öffentlich-rechtlichen Sender entstehen neue globale Konkurrenten wie Facebook, Google oder Amazon. Ihre einzige Überlebenschance besteht in einer hohen Innovationskraft und maßgeschneiderten Angeboten – speziell zugeschnitten auf die unterschiedlichen Zielgruppen des Sports. Die weiter rasant zunehmende Digitalisierung der Sportübertragungen eröffnet dabei hochspannende Monetarisierungsmöglichkeiten für Klubs, Sponsoren und Medienunternehmen und sorgt für einen Unterhaltungsfaktor für die Fans, der bislang noch außerhalb jeglicher Vorstellungskraft liegt.“